(12.1. Walter) Eigentlich wollten wir schon von Kandy nach Hatton (Adam’s Peak) mit der Bahn fahren, doch wir hatten uns dann doch für den Bus entschieden, was wohl gut war, denn wir hätten wohl kaum einen Sitzplatz bekommen. Da wir aber auf jeden Fall mal mit der Bahn fahren wollten, haben wir uns dann von Hatton nach Ella mit dem Zug auf den Weg gemacht.

Ein echt tolles Erlebnis.  Schon der Fahrkartenkauf und dann das Warten auf den Zug. Es kommen immer mehr Menschen auf dem Bahnsteig und wir beide wünschen uns Sitzplätze für die Fahrt. Denn so wie es aussieht wird es knapp damit. Die Spannung steigt und dann fährt der blaue Zug, der in China gebaut wurde, in den Bahnhof. Sicher wissend, dass Menschen aussteigen werden halten wir uns etwas zurück am Bahnsteig, doch die Menge zieht uns mit.

Wir hatten uns eine Strategie zurechtgelegt, Eva nimmt die kleinen Rucksäcke und steigt zuerst ein, dann ich mit den beiden großen Taschen. Eva sollte dann Plätze belegen. So der Plan – ihr wisst ja, wenn du Gott zum Lachen bringen willst, mach einen Plan.

Es stiegen einfach zu wenig Menschen aus und die Plätze die frei wurden, sind von den im Zug stehenden Personen sofort belegt worden. Somit hieß es für uns erstmal stehen.

Eng und warm war es, unterschiedlichste Düfte für die Nase, im Wagon wirbelten drei sich drehende Ventilatoren die Luft durcheinander, der Zug ratterte mit diesem typischen rhythmischen Geräusch mit unterschiedliche Betonungen, man hörte die Diesellokomotive brummen und ab und zu hupen. Und wir standen. Immer wieder drängelten sich Verkäufer mit Obst, Gebäck, Tee durch die stehenden Passagiere.

Draußen konnten wir eine wunderbare Landschaft bewundern, der Zug schlängelt sich im Hochland um die Berge immer höher, durchfuhr Tunnel und überquerte Brücken. Manchmal war rechts viel zu sehen, dann wieder links. So ca. nach anderthalb Stunden erreichten wir den Bahnhof von Nanuoya, wo viele ausstiegen und wir 2 Sitzplätze ergatterten konnten – juhu. Jetzt war es echt bequem, es wurde zwar immer kühler und je höher wir kamen wurde es auch wolkiger.

Unzählige Teeplantagen, kleine Dörfer, Felsen, Wälder und tiefe Täler, eine wunderbares Fahrerlebnis. Menschen saßen in den Türen und ließen sich den Fahrtwind um die Nase wehen. Es wurde fotografiert nach vorne, nach hinten. Wir natürlich auch.

Nach ca. 2 Stunden sitzender Zugfahrt waren wir dann in Ella angekommen. Etwas erschöpft von dem Rattern, vom Fahrtwind und auch von den vielen Eindrücken.

Schön, dass wir die Fahrt unternommen haben.